Wallfahrt auf den Spuren des Seligen Eustachius Kugler

(30.09.2019)

Anlässlich des 10-jährigen Jubiläums zur Seligsprechung Frater Eustachius Kuglers pilgerte die Dienstgemeinschaft des Krankenhauses Barmherzige Brüder Regensburg nach Nittenau, Neuhaus und Reichenbach. Das Regensburger Krankenhaus feiert zudem mit einem Jubiläumsjahr sein 90-jähriges Bestehen.

„Eustachius, du Gottes Mann, du gehst uns auf dem Weg voran“ - am Samstag (28.09.2019) ertönte das Eustachius Kugler-Lied vielstimmig zwischen Nittenau und Neuhaus. Eine buntgemischte Gruppe von Wallfahrern, bestehend aus Mitarbeitern der Barmherzigen Brüder Regensburg sowie Ordensbrüdern, folgten den Lebensstationen des Eustachius Kuglers. Mit Gesang, Gebet und Meditation wanderten sie auf den Spuren des Seligen. Kugler wurde im Jahr 2009 im Regensburger Dom St. Peter im Beisein von 7500 Gläubigen seliggesprochenen. Er zählt zu den herausragenden Persönlichkeiten der Oberpfalz und des Hospitalordens der Barmherzigen Brüder. Frater Eustachius gilt auch als Erbauer des Regensburger Krankenhauses Barmherzige Brüder, dem größten katholischen Krankenhaus Deutschlands. Mit dessen Eröffnung im Jahr 1929 unter seiner Obhut feiert es heuer sein 90-jähriges Bestehen.

In Nittenau startete die Wallfahrt an der Alten Pfarrkirche, der Taufkirche Frater Eustachius´. Hier verdiente das farbige Eustachius Kugler-Fenster die besondere Aufmerksamkeit der Wallfahrer. Der Landshuter Künstler Mario Schoßer hatte es 2009 anlässlich der Feierlichkeiten zur Seligsprechung für Nittenau gestaltet. Vorbei am Regen wanderten die Gläubigen zum Geburtsort Neuhaus. Dort besuchten sie sein Elternhaus sowie die Neuhausener Kapelle. An jedem Halt sprachen die Pilger Gebete, meditierten und sangen gemeinsam.

Zur dritten Station, Kuglers Wirkungsstätte in Reichenbach, fuhr die Glaubensgemeinschaft mit dem Auto. Nach einer Stärkung im Kloster Reichenbach, wo die Barmherzigen Brüder eine Einrichtung für Menschen mit Behinderung betreiben, besichtigten die Wallfahrer seine Orte der Berufung. Als junger Joseph Kugler lernte er in Reichenbach den Hospitalorden kennen. Fasziniert vom Leben der Brüder, trat er in Reichenbach in den Orden ein und erhielt den Namen Frater Eustachius.

„Frater Eustachius zeichnete sich durch unerschöpfliche Nächstenliebe, Lebensweisheit und einem großem Herz für Arme und Kranke aus. Seiner Weitsicht und seinem Gottvertrauen ist es zu verdanken, dass er mit dem Bau des Regensburger Krankenhauses eines seiner größten Lebensprojekte realisieren konnte“, hob Frater Seraphim Schorer, Prior des Krankenhauses Barmherzige Brüder Regensburg, die Bedeutung Frater Eustachius für den Orden und die Regensburger Krankenversorgung hervor. Regensburg galt in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts als medizinisch unterversorgt, da es zu wenige Krankenhausbetten vorhielt.

Am Freitag, 04.10.2019 feiert der Orden in Regensburg das zehnjährige Jubiläum seiner Seligsprechung. Weihbischof Reinhard Pappenberger wird um 11 Uhr einen Pontifikalgottesdienst in der Krankenhauskirche St. Pius abhalten. Zudem findet die Ausstellungseröffnung „Das Herz befehle! – Seit 90 Jahren in Regensburg“ mit historischen Fotos und eine Buchpräsentation statt.